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Aus meiner Sicht wichtige Links und Infos:
(1) www.literaturpodium.de (betrieben vom Sachbuchautor und Schriftsteller Marco Ferst)
(2) www.am-erker.de (Super-Rezensionen; z.T. fester Autoren-Stamm)
(3) www.autorenforum.de
(4) www.poetenladen.de
(5) www.haus-der-literatur.de
(6) www.literaturcafe.de
(7) www.muschelhaufen.de (war eine vorbildhafte tolerante Literaturzeitschrift)
(8) www.uschtrin.de
(9) www.mediafon.net (Rat für den Künstler)
(10) www.xing.com (Auch für das Marketing von Literaten geeignet! Ich bin drin.)
(11) www.lit07.de/cms
(12) www.berlinerzimmer.de/
(13) www.titel-forum.de
(14) www.federwelt.de (von da auch zu Verlagen?!)
(16) www.neuesirene.de
(17) www.lettre.de
(18) www.wespennest.at
(19) www.schreibheft.de
(20) www.literaturhaus-basel.ch
(21) www.literaturkontor-bremen.de (auch Rat, nur für wen)
(22) www.literaturhaus-bremen.de (viel Gutes für die, die schon länger dabei sein dürfen)
Überlegungen und Tipps eines naiven Schreiberlings:
- Die Praktiken von Pseudoverlagen, d.h. Selbstverlagen, Dienstleistungsverlagen und Zuschussverlagen (siehe z.B. www.autoren-magazin.de oder die Fairlag-Erklärung ) lehne ich ab. Ob darunter auch das Verfahren Book-On-Demand oder Print-On-Demand (Konkurrenz für ‘normale’ Verlage und ‘normale’ Autoren?) mit seinen unterschiedliche Ablaufmustern für kleinere Auflagen fällt, dessen sich auch renommierte Autoren bedienen. ist allerdings nicht genügend geklärt. Diese Werke können gut lektoriert sein und einer professionellen Qualitätskontrolle unterstehen, wen man sich über das Verfahren informiert. Aus Sicht eines Verlegers würde dies ja den Tod von Verlagen bedeuten, obwohl der ein oder andere auf seinen Auflagen - obwohl eh oft klein - sitzen bleibt (z.B. bei Lyrik). Kann ein Verleger dem vorbeugen, indem er in die Köpfe von potentiellen Lesern = Käufern hinein sieht? Wie lässt man sich aber als Autor verleiten, sich auf Zuschuss- oder Pseudoverlage einzulassen, wenn man die Diskriminierung als dreist-megalomaner und unbegabter Möchtegern-Autor außen vor lässt? Die Gründe dafür sind u.a.: (1) Mangelnde Information und Aufklärung, (2) fehlende Unterstützung in der Literaturszene, (3) kein Vitamin B, (4) Ungeduld, die man einem älteren Debütanten mit relativ geringer Lebenserwartung nachsehen möchte, (5) kein Kommentar bei der Ausschreibung von manchen Literaturwettbewerben, die auch zu diesen Verlagen hinführen, (6) zu wenig social networking etc.
- Es ist aber auch zu differenzieren, ob immer die richtigen Pseudoverlage auf diesen inflationär anwachsenden schwarzen Listen stehen. Differenzierung ist auch angebracht beim Versuch, dabei die Autoren von Opfern zu Tätern zu stempeln. Insofern arbeitet nicht nur das nicht-offene Autorenforum Montségur kräftig an der Schaffung einer Zweiklassenliteratur mit. Dabei ist zu bedenken, dass es für keine der Literaturen objektive Qualitätskriterien gibt. Worum es geht, lässt sich am Verkaufserfolg reißerischer Themen erkennen. Man hat wohl mehr Chancen, an normale Verlage zu kommen, wenn man seine “Geschlechtsteile” beschreibt. Ja, von Kunst als ‘Natur minus x’ zur Kunst = Natur. Back to the roots in die Steinzeithöhle.
- Subjektive Kriterien zur Bewertung von Literatur gibt es natürlich. Dabei spielen Tradition und Konvention (siehe die Klassiker), Definitionsmacht und Interessen hinein.
- Die Kritiker von Zuschuss- und Pseudoverlagen verschweigen, dass Autoren in so genannten Normalverlagen mit (z.T. sehr ) hohen Druckostenbeiträgen zur Kasse gebeten werden.
- Man darf gespannt sein - weil ja BoD oder PoD auf der digitalen Drucktechnik basieren - wann eBooks auf die scharze Liste kommen. Ja, manche Autoren sind ja stolz darauf, dass sie noch nicht im EDV-Zeitalter angekommen sind, mystifizieren dies und haben wenig Verständnis dafür, dass ein Autor ein Textverarbeitungsprogramm benutzt oder sogar seine Grafiken selbst erstellt. Ich toleriere die traditionelle Arbeitsweise, habe Verständnis dafür, vielleicht bestelle ich mir bald ein Stehpult.
- Oft wird Autoren eingeredet, dass wegen fehlender professioneller Ambition noch nicht zu einer Veröffentlichung gekommen sind (nach Interview mit dem Autorenforum “Montségur”, 03/2008, S. 22). Vielfach fehlt es auch an der Unterstützung, die dieses Autorenforum wohl auch nach ihren Kriterien selektiv für schon Etablierte leistet.
- Auch wenn sich das Schreiben von Fachbeiträgen und Sachbüchern von der Schaffung literarischer Werke unterscheidet, kann man einem Sachbuchautor durchaus eine gewisse Schreibfähigkeit zugestehen. Manchen in der Provinz interessiert allerdings nicht, dass jemand wie ich ca. 80 Fachbeiträge inklusive Sachbüchern bei renommierten Verlagen (DWD, Vahlen, Oldenbourg) vorzuweisen hat. Aktuelle Bücher werden noch nicht einmal im Vergleich zu anderen Sachbuchautoren erwähnt. Na ja, vielleicht arbeiten meine Sachbücher zu wenig mit ideologischen Denkschablonen im Sinne von einseitig links, rechts oder Mitte, sondern sind höchstens kritisch aus radikaldemokratischer Gesinnung . - Am Rande sei bemerkt, dass auch in der Provinz nicht interessieren muss, dass ich als Autor mein Werk “Der hustende Fisch...” beim Gastland China auf der Frankfurter Buchmesse auslegen lassen konnte.
- Auch in etablierten Literaturkreisen menschelt es. Aus manchen Literaturszenen. kommen nur wenige mit immer weniger werdenden ‘normalen’ Verlagsprodukten durch. Die Gründe dafür müsste man mal jenseits von Markt-Mythen offen legen. Warum kommt z.B. unverständliche Lyrik durch? Kann es auch daran liegen, dass leider auch einige opinon-leader oder gate-keeper auf Grund ihrer Verlagsbeziehungen nur die ihnen Genehmen - z.T. nach eigenen Literaturkriterien - fördern? Damit wird verwischt, dass es neben eher subjektiven Qualitätskriterien für Literatur nur ein objektives Kriterium gibt: das der Verkaufbarkeit. Dies zu ignorieren, ist u.a. ein Grund, warum gerade Verlage mit einer dünnen Eigenkapitaldecke zugrunde gehen können.
- Breitet auch nicht jedem das aus, was Ihr selbst persönlich geistig geschöpft habt (siehe Goetz Buchholz, Ratgeber Freie. Kunst und Medien, Verdi, 2002, S. 145 ff.). Für die Juristen sind daher nicht geschützt: Ideen, Tatsachengehalte, Darstellungstechniken von Werken. Zählen dazu schon Manuskripte (auch am Internet) oder erst fertige Veröffentlichungen? Wem kann ich vertrauensvoll, etwas zum Lesen geben? Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!!!
- Und es lässt sich schon erraten: Schreibt ja nichts Systemkritisches, obwohl Geld ja nicht nur einfach Geld, sondern immer auch politisch ist (frei nach © Böll). Alles, was nach politischer Aufklärung riecht (Botschaften-Literatur) und eigentlich Aufgabe des Schriftstellers in einer Demokratie ist (v.a. der in einer Krise), kommt auf keiner etablierten Seite an: Am wenigsten bei Verlagen. © Simmel hat sie ein wenig überlistet mit seiner Mischung aus Fakten und Fiktion. Denen, die gegen die aktive Einbindung ins Gemeinwesen sind (polis) und nicht mit schriftstellerischen Mitteln für Menschenwürde, Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit sowie gegen ihre Verunglimpfung, Beseitigung und Beschneidung kämpfen wollen (hier bei uns und nicht nur in der Dritten Welt), sei folgendes entgegen gehalten:
Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten holten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich nicht protestiert;
ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie die Juden holten,
habe ich nicht protestiert;
ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten,
gab es keinen mehr, der protestierten konnte.
Martin Niemüller (1892- 1984)
Mündliche Überlieferung
- Zur Orientierung könnt Ihr unten in “Autobahnprojekt eines Parlamentariers, der u.a. eine Zementfabrik besitzt“ z.B. das Wort “Zementfabrik” beliebig ersetzen und/oder das Wort “Straßennetz” in (a) austauschen, (b) kann ja bleiben (© Roger Price, Des Drudels Kern. Neue Drudel für Anfänger und Fortgeschrittene, Deutsche Bearbeitung von Paul Rothenhäusler, Diogenes, Zürich 1956, S. 56). - Warum da Zementfabrik steht, weiß ich nicht.
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